Paulinerausstellung

Das Gebäude bewahrt auch heute noch Zeugnisse an die Gründung des einzigen Männerordens mit ungarischem Ursprung. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde hier im November 2010 eine Dauerausstellung zur Geschichte der Pauliner eröffnet. Die Ausstellung wurde vom heute wieder aktiven Ungarischen Paulinerorden zusammengestellt. In der Ausstellung finden Sie unter anderem eine Kopie des Gnadenbilds der Heiligen Jungfrau von Tschenstochau, das aus dem Zentrum des ungarischen Paulinerordens, aus Pécs, hierher gebracht wurde, an der gegenüberliegenden Wand im Heiligtum der Kirche können Sie die mittelalterliche Variante des Bildes betrachten.

Die Geschichte der Pauliner

249

Der hl. Paul flieht während der Christenverfolgungen unter Kaiser Decius in die ägyptische Wüste und führt das Leben eines Eremiten.

341

Der hl. Paul der Erste Eremit stirbt.

356

Der hl. Anton der Eremit stirbt.

1246

Der selige Eusebius von Esztergom tritt von seinem Kirchenamt zurück, verteilt seine Habe und beginnt in der Hármas-Höhle im Pilisgebirge ein Eremitenleben.

1250

Der selige Eusebius von Esztergom vereinigt nach einer Vision die Eremiten der Pilisregion und baut ein Kloster in Klastrompuszta. Die Bewohner des Klosters leben nach den Regeln des hl. August.

1262

Der selige Eusebius von Esztergom besucht, mit Unterstützung des hl. Thomas von Aquin, Papst Urban IV. in Rom, um die Erlaubnis für eine Ordensgründung zu erhalten.

1270

Der selige Eusebius stirbt.

1309

Der päpstliche Legat Gentilis erlaubt den Eremiten, die in Buda bei ihm vorstellig werden, dass sie nach dem Regularium des hl. August leben und eine eigene Ordensverfassung zusammenstellen dürfen. Damit war der unabhängige Paulinerorden, der Ordo Sancti Pauli Primi Eremitae … Continue reading

1382

Mit Unterstützung Ludwig von Anjous gründet der Herzog Wladislaus II. von Oppeln ein Paulinerkloster in Jasna Góra (der Helle Berg) nahe Tschenstochau, in dem 16 Pauliner aus Márianosztra/Ungarn leben.

1482

Die Stadt Sopron gründet im heutigen Bánfalva ein Kloster für die Pauliner. Pauliner Ordensbrüder leben im Kloster, bis 1786 der Orden aufgelöst wird.

1680–1780

Die Blütezeit des Ordens. Der Orden besiedelt die Klöster wieder, die von den Türken verschont geblieben sind, und siedelt sich auch in verschiedenen Städten an. Zu dieser Zeit werden auch ein bedeutendes Ordenshaus und eine Kirche in Budapest gebaut. Die … Continue reading

1786

Josef II. löst den Orden auf.

1930er Jahre

Der Paulinerorden nimmt in Pécs, in der Budapester Felsenkirche und im Kloster daneben seine Tätigkeit wieder auf.

nach 1950

Der Orden wird von den Kommunisten verboten.

nach 1990

Die Pauliner bauen ihr Ordensleben in Ungarn wiederum auf. Das Ordensleben blüht heute in Pécs, in der Budapester Felsenkirche, in Márianosztra und Pálosszentkút, auf der Großen Tiefebene bei Kiskunfélegyháza.